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Stöffsche? Viez!

Es zieht (gewaltig!). Die wichtigste und mich. Zurück.

Oder anders (und weniger kryptisch) ausgedrückt: wir verlassen unseren hessischen und, wie sich nun gezeigt hat, vorübergehenden Aufenthaltsort, um in gewohnter, saarländischer Umgebung ein neues Hier unseres Seins zu finden.

Richtig: wir ziehen um. Unsere neue private und berufliche Umgebung wird sich in der LHS Saarbrücken befinden. Das ist Premiere: das erste mal, dass die Einzige und ich in der gleichen Stadt arbeiten und wohnen werden. Das LHS steht übrigens nicht etwa für „Lehrerbildende höhere Schule“ oder „Lohnsteuerhilfe des Saarlandes“ und meint etwa das Gebäude, in der selbige Institution untergebracht ist – nein, damit ist die Landeshauptstadt gemeint. Ich arbeite seit 15 Jahren in Saarbrücken und diese Abkürzung ist mir tatsächlich das erste mal erst vor ein paar Wochen vor die Füße gefallen. Man lernt halt nie aus. Ich habe sie dankbar aufgenommen und als Mensch mit Abküfi benutze ich sie nun regelmäßig, allerdings nicht ohne dass sich jedes mal ein gewisses Grinsen hinzu schleicht: während meiner Zeit als Veranstaltungstechniker und damit verbundenen, bundesweiten Reisen habe ich mehr als eine Person kennengelernt, die der Meinung waren, das Saarland bestehe quasi nur aus Saarbrücken oder es gäbe keine anderen Städte „dort“, sondern ansonsten nur noch Dörfer. Vor diesem Hintergrund erscheint mir der explizite Hinweis darauf, dass es sich bei Saarbrücken um die Landeshauptstadt handelt, etwas übertrieben (aber das mag nur mir so gehen). Vielleicht muss der eine oder andere Saarländer jüngerer Genese ja noch speziell darauf hingewiesen werden. Ich find’s auf alle Fälle – amüsant.

Insgesamt bedeutet das, dass es erneut zu einem tiefgreifenden Einschnitt in unserem Leben kommt: wieder einmal muss ich enorm viel Zeit meines Lebens opfern, um der Firma mit dem •••T• im Namen begreiflich zu machen, was ich möchte (das erste unerfreuliche Telefonat fand bereits statt) oder besser gesagt, was ich von ihr erwarte, was sie machen soll, weil sie behauptet, dass sie es machen kann. Ich gebe zu, ich bin, zumindest gegenüber der Telekom, kein einfacher Kunde. Aber das wissen die auch, das steht schließlich in meinem Kundendatensatz („Kunde ist extremst verärgert“, „Kunde wünscht Eskalationsstufe“).
Ernsthaft, dass wir umziehen bedeutet zuerst einmal: wir ziehen um! Wer diesen Blog schon etwas länger liest, weiß, wie ich zum Umziehen stehe, alle anderen können es hier nachlesen. Das Umfeld ändert sich erneut komplett und vollständig, dieses mal aber erfreulicherweise in eine Richtung, die früher in ähnlicher Form bereits bestand und somit in gewisser Weise gewohnt ist. Überhaupt wird mir dieser Lebensabschnittswechselübergang leichter fallen, als der bei unserem Umzug hierher ins hessische: wir ziehen ja quasi „zurück“, wenn auch nicht in die gleiche Stadt (ja: das Saarland beheimatet tatsächlich weitere, bedeutende und sehenswerte Städte, um das abschließend zu beantworten).

Dieses mal freue ich mich drauf. Auf den Umzug und die Veränderung.

Als wir nach Frankfurt zogen war ich mir nicht sicher, ob ich damit klar kommen würde in die große Stadt zu ziehen. Als Junge vom Dorf, dem das Junge-Vom-Dorf-Sein durchaus gefiel, hatte ich die Befürchtung, dass mich die Stadt in einer gewissen Art fertig machen würde. Ich hatte etwas Bammel vor den Menschenmassen, vor dem Großen. Das hat sich ein gutes Stück weit erledigt. Ich glaube, ich kann behaupten, dass ich klar gekommen bin (ich hatte zwar angekündigt, darüber zu berichten, aber dazu lies mir die Stadt keine Gelegenheit). Jetzt weiß ich, dass ich es kann und in letzter Konsequenz in Saarbrücken auch werde (wir wohnen dann mittendrin statt nur dabei).

Also: zurück ins Land der Väter, wo „es Stöffsche“ „Viez“ heißt, Melfor und Villeroy & Boch herkommt, und man(n) weiß, was es bedeutet, wenn der Schwenker am Schwenker steht und den Schwenker schwenkt.