do.gugsch.de

da staunst du aufregendes.weltbewegendes.gaumenerregendes.saarländisches

Luft…

Gestern Abend fand das Gründungstreffen des Landesverbandes der Piratenpartei in Deutschland statt. Ich hatte lange hin und her überlegt, ob ich zu dem Treffen hingehen sollte. Einerseits finde ich das Parteiprogramm nicht uninteressant (wenn auch in manchen Punkten schlicht unrealistisch) und dann hat mich auch wirklich sehr interessiert, wie sich die zukünftigen Mitglieder zu organisieren gedenken. Andererseits weiß ich nicht, ob ich mich tatsächlich vollumfänglich mit eben jenem Parteiprogramm identifizieren kann. Und dann war da noch die Neugierde darauf, zu sehen, wer das so alles rumrennt. Die Entscheidung wurde mir letztendlich abgenommen, da ein für mich definitiv wichtigerer Termin mein Anwesenheit erforderte. Nun wollte ich mich informieren, und zwar auf deren Website. Tja, was soll ich sagen: erstmal durchgefallen. Von einer „Netzpartei“ hätte ich erwartet, dass 19 Stunden nach dem Gründungstreffen wenigstens die wichtigsten Informationen einzusehen sind – Pustekuchen. Was soll ich jetzt davon halten…

Wieder da…

Flic Flac Zelt
Flic Flac ist wieder da. Ich finde aber, dieses mal übertreiben sie es etwas mit den Masten für’s Zelt. 😉

Do gugschde…

…bedeutet in der hochdeutschen Übersetzung etwa ‚da staunst du‘ oder auch ‚jetzt bist du platt‘. Ich habe mir erlaubt, den Titel dieses Blogs und auch seine Erreichbarkeit via FQDN zu ändern. Warum? Weil mir sehr spontan und sehr gut die Adresse gefiel. Und weil ich Saarländer bin (und wieder etwas stolzer). Und weil der Titel schmissiger klingt als etwa nur der simple Nachname. Und weil ich Saarländer bin. Dieser Blog wächst also und gedeiht – mit seinen mittlerweile sage und schreibe 9(!) regelmäßigen Lesern und seinen ungefähr 24(!!) Seitenzugriffen pro Tag. Ich bin darüber schier begeistert, hätte ich doch niemals auch nur in Ansätzen erwartet, dass es auch nur halb soviel werden würden. Auf der anderen Seite bin ich – natürlich – darüber entsetzt, besteht doch nach wie vor für ausnahmslos jeden die Möglichkeit, seine Zeit sinnvoller einzusetzen, als meine zu geschriebenem Wort gewordenen Gedanken zu lesen (und auch noch zu kommentieren, Jochen!).

Kategorieloses

Ich merke gerade, dass ich nicht wirklich der geborene Blogger bin. Der vorige ist nicht der erste Eintrag, bei dem ich die Angabe der Kategorie vergessen habe. Ursprünglich sollte der Eintrag unter ‚Aufregendes‘ veröffentlicht werden. Aber wahrscheinlich war es genau das, die Aufregung, die dazu geführt hat, dass ich die Aufregung vergessen habe.
Übrigens ist dieser Eintrag absichtlich ‚kategorielos‘.

Fettfass

Ich bin ja Saarländer. Wir Saarländer sind ein recht stolzes Völkchen, das keinen Hehl daraus macht, unglaublich gerne Saarländer zu sein. Kurz: wir sind stolz drauf, und ich bin es auch. Bis heute. Heute habe ich mich zum ersten mal dafür geschämt, einer zu sein. Denn es hat tatsächlich jemand geschafft, sich als dermassen … (mir fällt kein Wort dazu ein, Wortfindungsstörung. Das Alter. Oder vielleicht Vorsicht.) … darzustellen (und dieses auch noch in schriftlicher Form in einer Art… Unfassbar) dass ich mich sofort und direkt schämen muss. Warum? Stolz. Angekratzter, verletzter Stolz.
Ich habe meinen Augen nicht getraut, aber ich habe es mit eigenen Augen gelesen und so langsam wird mir bewusst, wie in Berlin regiert wird: Zuerst wird munter ein Beschluss gefasst. Sagen wir mal, um ein Beispiel zu nennen und nehmen wir gleich etwas völlig abwegiges, dass das BKA beauftragt wird, eine Infrastruktur zu schaffen, die es ermöglichen soll, dass zukünftig Websites gesperrt werden, weil einem Minister nicht gefällt was er da sieht. So ein bisschen Zensur eben. Ja prima, gute Idee, kann man ja immer mal gebrauchen. Ach, jawie, das verstösst so irgendwie gegen das Grundgesetz? Achja, Mist. Haben wir wohl nicht aufgepasst. Und jetzt? Ach, wisst ihr was? Lasst uns doch ein Gesetz beschließen, dass das irgendwie legalisiert. Auja prima, feine Idee. Aber ob da alle mit machen? Ja klar, denn wenn wir da schon was auf den Weg gebracht haben, wird keiner auf die Idee kommen das zu stoppen. Wieso auch. Zustimmen ist doch viel einfacher.

Glaubt Ihr nicht? Lest das mal. Ganz besonders den letzten Abschnitt. Ist die bescheuert? Meint die das ernst? In ihrem eigenen Interesse hoffe – wirklich – für sie, dass sie das, was sie da verfasst hat, im Vollrausch oder unter Drogeneinwirkung geschrieben hat. Nebenbei bemerkt: sie ist Saarländerin. Und ich nicht mehr stolz.

– Ohne Worte –

Ich bin, ehrlich gesagt, erschüttert: nicht, dass sich nicht seit Wochen abgezeichnet hätte, dass es wirklich so kommt, und dennoch: die haben das tatsächlich getan! Ich will hier nicht noch einmal das schreiben, was andere bereits mit besseren Worten, als ich sie je finden könnte, geschrieben (bzw. angedroht) haben. Ich kann nur hoffen, dass eventuell nachfolgende Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht fruchten und die Herren Richter diesen, von mir mit gewählten, Vollpfosten … Typen … dieses Gesetz um die Ohren schlagen.