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Bremsenschmiere

Auf dem Weg vom Einkauf nach Hause zu Fuß durfte ich unlängst Zeuge davon werden, wie zwei offensichtlich erwachsene Menschen, allerdings jüngerer Genese, die Klötze der Seitenzug-Felgenbremse eines, dem Anschein nach, in die Jahre gekommenen Fahrrads mit zähviskoser Flüssigkeit aus einer gläsernen Ölflasche benetzten. Olivenöl, wohl gemerkt. Extra vergine. Eigentlich wurde das Öl großflächig und großzügig darauf verteilt.

Als unverbesserlicher Klugstuhler, Menschenretter und Technikinteressierter, der ich nunmal bin, habe ich – selbstverständlich – nachgefragt, was denn die Intention dieses Bremsklotzölens sei. Die Antwort: „Die Bremse quietscht so“. Na klar: was quietscht muss entquietscht und somit geschmiert werden, am besten geht das natürlich mit Öl…

Ich muss wohl ein Gesicht gezogen haben, wie ein Opossum mit Magengeschwür, denn nach einer kurzen Zeit des beiderseitigen Schweigens und einseitigen Einölens kam von einem der beiden Ölflaschenträger, der in einem früheren Leben sicher einmal Maschinenführer einer Dampflokomotive gewesen sein muss (denn nur so lässt sich der Wunsch, an alles, was sich bewegt, Öl schmieren zu wollen, nachvollziehen), die Erklärung für den Grund dieser Olivenölverschwendung: man habe im Internet (wo sonst) gelesen, dass dies ein probates und hervorragendes Mittel sei, um das Quietschen einer Felgenbremse zu unterbinden.

Die beiden waren in ihrem Treiben so euphorisch und geschäftig, dass ich es vorzog, mit den Worten „glaubt nicht jeden Scheiß, der im Internet steht“ sowie einem „Gut Flutsch!“ kopfschüttelnd weiter zu ziehen und meine Einkäufe, olivenölfrei und gänzlich ungeschmiert, nach Hause zu bringen. Zumindest einer der beiden wird in nicht allzu ferner Zukunft zu der Erkenntniss gelangen, dass das Schmieren eines auf Reibung basierenden Bremssystems eine hervorragend bescheuerte und wenig probate Idee ist. Aber da sollen sie von alleine drauf kommen. Ich kann mich ja nicht um alles kümmern… 😉

Leute – glaubt nicht jeden Scheiß, der im Internet steht. Außer den hier. So passiert.

Autsch…

untenrechtsEs tut direkt weh. So weh. Und es handelt sich hierbei nicht um eine Fotomontage oder das Ergebnis nicht vorhandener Photoshop-Kenntnisse. Nein, diese grammatikalische Schönheit befindet sich an einem Kartenleser des beschrankten Parkplatzes einer Bank [sic!] hier in Saarbrücken – und kann täglich rund um die Uhr besichtigt werden.

Wer findet den Fehler?

Ich hoffe, dass die dem per Pkw anreisenden Kunden offensichtlich werdenden Rechtschreibkenntnisse der in dieser Bankfiliale zeitweise präsenten Menschen mit Hausrecht von ihren Rechenkünsten übertroffen werden. Bei weitem übertroffen werden.

 

Zur Erhellung auftragen

Geburtstagsbrunch – zu wenig Schlaf und zu viel Essen bringen gegen Abend solch geistreiche Äußerungen hervor wie

– Kann ich etwas zur Erhellung auftragen?

oder

– Ist jetzt nicht so wichig
– Ja, aber über irgendwas muss man sich ja unterhalten

– ohne Worte – (1)