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da staunst du aufregendes.weltbewegendes.gaumenerregendes.saarländisches

800. Tatort

Ich hatte gerade das Vergnügen, in einer Vorpremiere den neuesten Tatort des Hessischen Rundfunks ansehen zu dürfen. Und was soll ich sagen: toll! Große Klasse! Für Tatort-Fans sowieso ein Muss, aber auch nicht so eingefleischte und regelmäßige Zuschauer dürften am Sonntag abend – da läuft er dann regulär – auf ihre Kosten kommen. Das neue Ermittlerduo wird herrlich erfrischend ein- und zusammengeführt, die Story ist spannend, die Charaktere wirken durch die Bank weg echt und alle Darsteller liefern ununterbrochen – ganz großes Kino. Empfehlung: unbedingt ansehen!

EU anno 2011

Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich vermuten, dass die EU gerade auf Teufel komm raus versucht sich selbst abzuschaffen! Folgendes hat das Law Enforcement Working Party (LEWP), ein Arbeitsgremium des EU-Ministerrates offenbar durchaus ernst gemeint in seiner Tagung am 17.02.2011 diskutiert:

8. Cybercrime
The Presidency of the LEWP presented its intention to propose concrete measures towards creating a single secure European cyberspace with a certain „virtual Schengen border“ and „virtual access points“ whereby the Internet Service Providers (ISP) would block illicit contents on the basis of the EU „black-list“. Delegations were also informed that a conference on cyber-crime would be held in Budapest on 12-13 April 2011.

8. Computerkriminalität
Der Vorsitzende der LEWP präsentierte seine Absicht, konkrete Maßnahmen in Richtung Erstellung eines abgeschlossenen, sicheren EU-Internets vorzuschlagen, mit „virtueller Schengen-Grenze“ und „virtuellen Grenzübergängen“, in welchem die Zugangsanbieter (ISP) gesetzwidrige Inhalte auf Basis der schwarzen Liste der EU blockieren sollen. […]

Mir fehlen dazu jetzt, ehrlich gesagt, die Worte. Das mag sich für den Einen oder Anderen im ersten Augenblick sogar noch ganz gut anhören, aber das geht in eine Richtung, die uns auf eine Stufe stellen würde mit den Netzsperren, wie sie zur Zeit in China vorherrschen. Das betrifft dann nicht nur mehr Kinderpornos oder die in den Startlöchern stehenden Verbote für Gewaltspiele oder andere Netzsperren für ungeliebte Themen oder Inhalte. Da wird man plötzlich aufpassen müssen, den Begriff „Bulli“ nicht im falschen Kontext zu gebrauchen – könnte plötzlich Markenrechtsverletzung sein: gesetzwidrig – weg. Ich bin zum einen Fassungslos darüber, dass so etwas überhaupt diskutiert wird und zum anderen darüber, dass im europäischen Parlament (bzw. im Ministerrat) offenbar Herren und/oder Damen sitzen, die – scheinbar – wirklich keine Ahnung von dem haben, was sie da von sich geben.

Ich kann mir nicht vorstellen, wirklich nicht vorstellen, dass das tatsächlich ernst gemeint sein soll? Wie kann man sich so etwas nur ausdenken!?

via lawblog

Nachtrag: Ich habe den ursprünglich geschriebenen Text geändert und dadurch, sagen wir, entschärft. Denn ich habe, nicht zuletzt durch eine Diskussion zu diesem Beitrag, erkannt, dass ich mich im Ton und im Wort vergriffen habe. Das Thema regt mich nach wie vor sehr auf, trotzdem sollte man sich immer bewusst sein, was man schreibt, und wen man damit angeht.

Schwäbisches…


Nein, „schwäbisches“ wird keine neue Kategorie. Jetzt geht’s wieder um kulinarisches. Um etwas sehr leckeres, was ich seit meiner Kindheit sehr, sehr gerne esse. Es geht um Sauerbraten. Und zwar um die schwäbische Variante (wenn auch mit leichtem saarländischem Einschlag :-)). Wer in dem Bild oben allerdings nur einen Wust rote Pampe mit schwimmendem – Zeugs – und ein paar Zwiebeln erkennen kann, der hat noch nie Sauerbraten selbst gebeizt. Unter dem schwimmendem Etwas (unter anderem Zwiebeln, Koriander, Senfsaat, Pfeffer, Wacholder, Thymian, Nelken) im Bild verbirgt sich ein Stück Rindfleisch, dieses mal ein Stück Nuss (unser Metzger konnte uns nicht wie versprochen Tafelspitz liefern, sonst meine erste Wahl was Schmorbraten angeht). Die Pampe selbst besteht aus einem Drittel Rotwein (in diesem Fall ein trockener Dornfelder unseres Lieblingswinzers Bibinger), einem Drittel dessen, was im Saarland als „Essig“ bezeichnet wird (lustigerweise aber eben kein richtiger Essig ist – Melfor eben) und einem Drittel Wasser. Dann die Gewürze und Zwiebeln dazu, Deckel drauf, und mindestens(!) 3 Tage beizen lassen. Was dabei schlussendlich nach Braten, Schmoren etc. herauskommt ist ein dermaßen saftiger und zarter und … und … Lecker! Es duftet jetzt schon so schön Sauerbratig, ich kann’s kaum erwarten :-). Dazu gibt’s – standesgemäß schwäbisch – Spätzle, selbstverständlich selbst gemachte. Alles weitere ist bei diesem Mahl überflüssig, ein Salat dazu schadet aber nicht ;-).

Anlass ist der Besuch meiner (Schwieger-) Eltern zu Ostern – ich freue mich schon riesig drauf! Wird ganz bestimmt lustig! 🙂

Achja, die Telekom…

Mittlerweile läuft alles. Heute(!) ist dann die Gutschrift für den jetzt hoffentlich endgültig letzten Fehler seitens der Telekom eingegangen. Schlappe 8 Monate (oder sind’s jetzt sogar 9? Die Zeit vergeht…) nach der Beauftragung ist dann jetzt endlich alles in Ordnung. Ging doch schnell, oder? In meinem Kundendatensatz (mittlerweile benötigt es etwas Zeit, wenn ich bei der Telekom anrufe: mein Kundendatensatz ist – wie mir mehrfach glaubhaft versichert wurde – ein  „halber Roman“) wurde tatsächlich und ernsthaft das Wort „Ungeduldig“ notiert – alleine hierfür würde ich gerne jemanden bei der Telekom mit meiner Taschenlampe (einer massiven, langen und seeehr stabilen) „erleuchten“…

Von versprochenen und angekündigten Gutschriften oder sonstigen Entschädigungen haben wir übrigens nie etwas gesehen. Zwar surfen wir jetzt mit VDSL50-Geschwindigkeit zum Preis von VDSL25 – aber das hat hier jeder erhalten, der es irgendwie mitbekommen hat, dass es das auch für Bestandskunden gibt. Tja, Konkurrenz belebt dann doch noch irgendwie das Geschäft.

Was mich am meisten bei der ganzen Sache geärgert hat, ist, dass man absolut keine Möglichkeit hat, mal bei irgend jemandem, der dafür wirklich verantwortlich zeichnet, seinen Frust ab zu lassen. Dafür ist dieser Laden einfach zu groß. Scheißspiel.

Ich wurde übrigens ernsthaft gefragt, warum ich dann nicht direkt zu einem anderen Anbieter gegangen bin. Wenn das dann auch so einfach wäre. Sowie man beim T einen Anschluss beauftragt hat ist bis zur Vollendung (ob positiv oder negativ) dank der bequemen „das-sind-aber-unsere-Kabel“-Stellung der Telekom der „Port“ geblockt – Leidensgenossen dürfte das jetzt ein wissendes Lächeln entlocken. Ich hätte also bis heute gewartet.

Ich habe auf die Frage hin nur gelächelt. Wissend.

Nichtknetbrot…

… (no-knead-bread) ist Brot, das man, ohne es kneten zu müssen, zubereiten kann. Also etwas für ganz faule Gelegenheitsbäcker wie mich (Gelegenheit, nicht faul) und meine Frau (…) – ich find’s nicht schlecht, diesen Arbeitsschritt überspringen zu können. Entweder es verlangt Muskelkraft oder man muss die Teigknetmaschine nach erfolgtem Teigkneten reinigen.

Aber zurück zum Thema. Dieses Brot (eigentlich das Rezept hierfür) hat meine Frau bei esskultur.at gefunden. Zwar hat es auch dort nicht seinen Ursprung, aber das zugrunde liegende Rezept wird von Katharina Seiser dort ganz wunderbar liebevoll aufbereitet und mit nützlichen Tips für den Nur-Ganz-Selten-Gelegenheits-Bäcker versehen. So muss es schlicht jedem gelingen.

Wir haben es (das Rezept) jetzt auch probiert (wobei ich sagen muss, dass dies nicht unser erstes Brot ist, das wir gebacken haben, wir haben in diesem Thema schon etwas Erfahrung) und es schmeckt und riecht fantastisch, und gut aussehen tut’s dabei auch noch – wie gekauftes Brot vom „echten“ Bäcker. Oben erwähnte Erfahrung hat es uns ermöglicht, mit dem Rezept etwas zu experimentieren, so dass wir problemlos eine größere Menge zubereiten konnten (Ein Brot aus 435gr Mehl kann erstaunlich schnell aufgebraucht sein, wenn es frisch aus dem Ofen kommt und nach einer ausreichenden Ruhephase schlicht mit Butter und vielleicht etwas Salz genossen wird). Ich kann nur jedem, dar daran Interesse haben könnte, empfehlen, dieses Brot auch mal auszuprobieren. Man hat sehr wenig Arbeit damit, das Ergebnis ist dafür schlicht bombastisch:

Nichtknetbrot (No-knead-bread)

Frisch aus dem Ofen. Ein visueller wie olfaktorischer Hochgenuss

Ich kann Euch sagen: in unserer Küche riecht es gerade ganz wunderbar 🙂

Telekom. 2010. Frankfurt. Unglaublich.

Ich rekonstruiere gerade das Geschehen, um es für die Nachwelt als Mahnung zu erhalten. Was ich die letzten 2 Monate mit der Telekom erlebt habe glaubt mir kein Mensch…

Immerhin: seit gestern funktioniert einer der beiden bestellten Anschlüsse.

Telekom. 2010. Frankfurt.

Hahahaaa!

Ich hätte es wissen müssen.

Ich habe jetzt den vierten Telefonanschluss bei der Telekom für mich/uns bestellt. Es ist das vierte mal, dass es nicht auf Anhieb klappt. Weil wieder irgendwas ist. Dieses mal ist es schlicht „keine freie Leitung mehr“ in das Haus inFrankfurt, in das wir einziehen.

Freie Leitung. In Frankfurt. 2010.

Es ist das dritte mal, dass ich meine neue Kundennummer nicht aus einem Bestätigungsschreiben erhalte, sondern von einer freundlichen Kundenberaterin/einem freundlichen Kundenberater am Telefon (dochdoch, das sind die immer alle!). Es ist allerdings, wie ich finde, geradezu eine unverschämte, unverfrorene und riesengroße Frechheit, einem noch-nicht-ganz-aber-er-würde-gerne-einer-sein-bitte-bitte-Kunden, der nun gefühlt das 214. mal bei der „Hotline“ anruft, um sich nach dem Status seines Festnetzanschlusses zu erkundigen (und ob denn die Chance besteht, dass man überhaupt noch einen bekommt), zuletzt noch einen Mobilfunktvertrag andrehen zu wollen. Ehrlich, das schafft Frust. Gleichzeitig ist es aber auch irgendwie witzig: wenn ich dann antworte: „Jahaa, wenn das mit dem Festnetzanschluss in diesem Jahrzehnt noch klappt, können wir uns dann ja mal darüber unterhalten. Vielleicht. Wenn die Aussicht besteht, dass es nicht 3,8 Monate dauert, bis…“. Dann ist das Thema meistens auch recht schnell erledigt…

Aber jetzt mal ernsthaft: da sieht man doch, dass die Telekom schlicht zu groß ist. Wenn ich jetzt direkt einen Techniker hätte, den ich ansprechen kann und der sich mit der Kernsache (nämlich dem Schalten eines Anschlusses) auskennt, dann könnte ich dem sagen: „Du, die Vormieter sind raus, haben zwar einen noch nicht ausgelaufenen Zweijahres-Vertrag bei Anbieter XYZ, aber das kannst Du dann ja in der Vermittlungsstelle totlegen, solange er die Leitung blockiert“.  Der würde dann sicher sagen: „Klar, kein Thema“. Das kann ich behaupten, ich kenne zwei Techniker. Leider nicht in Frankfurt. Der Techniker wiederum könnte anschließend alle Eckdaten des neuen Anschlusses der Buchhaltung geben und alle wären zufrieden.

Aber! Wenn man heutzutage bei der Telekom einen Anschluss bestellt schlägt das natürlich erst einmal an einer Stelle auf, die mit der Technik selbst sowas von gar nix zu tun hat. Und dann geht’s los. Weil man an die Techniker nicht mehr rankommt hat man eine unendlich hohe Zahl an Versuchen, der freundlichen Kundenberaterin/dem freundlichen Kundenberater (die/der selbstverständlich ebenso null Schnall von der Technik hat) zu erklären, dass der Vormieter raus ist, den Anschluss nicht mitgenommen hat, dieser aber trotzdem stillgelegt werden darf. Zwar findet wohl irgendwie eine Art Kommunikation zwischen der Technik-Abteilung und der freundlichen Kundenberaterin/dem freundlichen Kundenberater statt, aber solch wichtigen Infos wie „Name des Vormieters“ oder „Anschluss darf totgelegt werden“ kommen irgendwie nicht bei der Technik an.

Ich seh’s schon kommen, dass irgendwann in 2-4 Wochen (frühestens!) Bagger vor unserem Haus anrücken, ein 2km lange Schneise bis zum nächsten Kasten an der Straße aufreißen und damit gesamten Verkehr im Ortsgebiet für Wochen, achwas, Monate zum Erliegen bringen, nur um uns einen Telefonanschluss legen zu können. Sehr zur Freude unserer Nachbarn. „Was ist da denn los?“ – „Die Nachbarn bekommen einen Telefonanschluss“ – „Ach? Und ich dachte da wäre ein Wasserrohrbruch…“. Aaarhg…

Mein Dilemma: ich will ja zur Telekom. Wenn’s mal läuft, läuft’s.

Liest hier ein Telekom-Techniker mit?

Frankfurt!

Seit gestern ist es amtlich: die Einzige und ich ziehen nach Frankfurt. Des Berufes wegen. Sie hat einen tollen Arbeitsplatz gefunden. Erfreulicherweise (und, ehrlich gesagt, auch überraschenderweise) blies mir seitens meines jetzigen Arbeitgebers, bei dem ich jetzt fast 10 Jahre (bzw. 12 Jahre, je nach Sichtweise) gearbeitet habe, kein Gegenwind ins Gesicht. Daher wird mein jetziger Arbeitgeber auch weiter mein Arbeitgeber bleiben – klasse! Ich werde somit in den Genuss eine Heimarbeitsplatzes kommen, der, wie sich gestern zufällig weiterhin ergeben hat, wohl vorläufig wieder von der Steuer absetzbar ist. Ob das nun auf die Dauer gut geht – wir werden sehn. Ich bin jedoch sehr gerne bereit, mich auf dieses Abenteuer einzulassen.

Da macht mir das andere Abenteuer etwas mehr Kopfzerbrechen: Frankfurt. Stadt. Großstadt. Zwar nicht zu vergleichen mit solchen Metropolen wie München oder Berlin (um in Deutschland den Vergleich zu ziehen), aber doch -etwas- größer als das, was man hier im Saarland so findet. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich als menschenscheues und introvertiertes Landei auf Dauer in Frankfurt wohl fühlen werde. Ein Verwandter von mir ist bereits seit längerer Zeit Frankfurter. Bei ihm habe ich das Gefühl, es hat ihm richtig gut getan, dieser Wechsel von Dörfler zu Städter. Aber bei mir bin ich da skeptisch.

Auf jeden Fall beginnt jetzt ein neuer Abschnitt in meinem und unserem Leben, der mit einem Wechsel unserer Lebensgewohnheiten einhergeht, wie wir es bisher noch nicht hatten. Kann ganz spannend werden.

Ich werde berichten.

do.gugsch.de – nimmie!

Mal schön zu sehen, wie es so ein Satz Sysadmin-Nasen fertig bringt, Deutschland (oder zumindest .de) in’s mittlere 20. Jahrhundert zu befördern.
Zuerst dachte ich, es liegt an meinem Router. Dann, dass es womöglich an meinem Provider liegt. Oder dass die Herrschaften vom allmächtigen T mal wieder etwas daneben konfiguriert haben.
Doch weit gefehlt: heute mittag waren quasi alle .de-Domains nicht mehr erreichbar – und es lag an der DeNIC höchstselbst:

DNS-Fehler legen Domain .de lahm

Mal eben Deutschland ausgeknipst.
Respekt.
Sysadmins – die hab‘ ich echt gefressen.

Danke!

Danke an dieser Stelle für all die Genesungswünsche!

2,5

Kollegin: „Ihr habt da einen Bug in eurem neuen Warenwirtschaftssystem. In der Zeiterfassung!“

Kollege: „Wie äußert sich der Bug?“

Kollegin: „Wenn ich im Feld ‚Zeitaufwand‘ 2,5 eingebe und woanders hinklicke, steht da plötzlich 2 Doppelpunkt 30!“

Kollege „…“

Kollegin „Da muss doch 2 Doppelpunkt 50 stehen!“

Kollege „… ääähhh“

Kollegin „Das rechnet falsch! Das müsst ihr ändern!“

Kollege „Hilf mir mal kurz mit Denken, ich soll der Software irgendwie beibringen, dass zweieinhalb Stunden plötzlich 2 Stunden 50 Minuten sein sollen?“

Kollegin: *klick*

„Tablet-Day“

Heute ist „Tablet-Day“: die Welt (und ich meine damit die gesamte westliche Welt) schaut heute ab ca. 19:00 Uhr unserer Zeit gespannt nach Cupertino, Kalifornien. Was es da gibt? Eine Firma namens Apple, die sich anschickt, der oben bereits erwähnten Welt ein neues Produkt zur Verfügung zu stellen. Gerüchteweise wird es eine sog. „Tablet-PC“, oder etwas in der Richtung sein. Den einschlägigen, deutschsprachigen „Mac News“-Seiten nach wird es ein revolutionäres, unglaubliches, das Leben um ein Vielfaches erleichterndes Gerät, das niemand mehr, wenn er es denn einmal zum Ausprobieren hatte, missen möchte. Ich kenne Leute, die bereits angekündigt haben, ihre Mobilgeräte wie Nettops und Laptops und Notebooks und Subnotebooks (und wie sie alle heißen) zu verkaufen, sollte es solch ein Tablet von Apple einmal geben. Nadann.

Ab 18:00 Uhr unserer Zeit werden die meisten bekannten „Mac News“-Seiten in den „Live-Ticker-Modus“ umschalten, eine auf’s Minimum reduzierte Seite, um der Last der anstürmenden Apple-Fans Herr zu werden.

Ich für meinen Teil bin einfach mal gespannt, was Apple bei seiner turnusmäßigen Produktvorstellung neues bringt.

Durchstöberer…

Eine feine und schön gelungene Darstellung der in der letzten Zeit gängigsten Durchstöberer (Browser) findet man auf Michael VanDanikers Website.

Gefunden via Design Tagebuch

SEPA

Bestimmt haben einige Leser dieses Blogs, zumindest jene, die ordentlich ihre Rundfunkgebühren bezahlen, wie ich Post von der GEZ bekommen, der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland. Darin fordert man mich gewissermaßen auf, meine Kontodaten zur weiteren Teilnahme am Lastschrifteinzugsverfahren per Unterschrift zu bestätigen. Nach dem ersten Durchlesen des Briefes habe ich nach versteckten Hinweisen gesucht, um herauszufinden, ob es sich hier um einen Betrugsversuch handelt. Der Brief an und für sich schien dann aber echt. Aber ganz von vorne: die GEZ schreibt, dass sie diesen Service (die Teilnahme am besagten Verfahren) für mich auch in Zukunft sicherstellen will (äh, was? Wie? Sicherstellen?). Daher soll ich bitte nachfolgend abgedruckte Daten mit meiner Unterschrift bestätigen und den Brief im vorbereiteten Rückumschlag zurücksenden. Soweit in Ordnung. Nur – warum? Darüber lässt sich die GEZ auch aus: nämlich so gut wie gar nicht. „Bevorstehende rechtliche Änderungen“ werden aufgeführt, welche, das bleibt ein Geheimnis. Etwas Recherche im Internet fördert dann aber zutage: die GEZ hat offenbar meine Unterschrift verschlampt. Die, mit der ich meine Einwilligung zur Teilnahme am „Lastschrifteinzugsverfahren“ gegeben habe. Denn: die Umstellung auf das neue, innergemeinschaftliche Zahlungsverfahren SEPA verlangt von der GEZ, ihre Unterlagen zu überprüfen und, EU-Bürokratie sei dank, das Vorliegen meiner Unterschrift nachzuweisen. Und siehe da, da fehlt wohl was. Aber jetzt kommt’s: nicht nur meine Unterschrift liegt nicht oder nicht vollständig vor, sondern die von nicht weniger als 13 Millionen Rundfunkteilnehmern sind „irgendwie weg“ („GEZ-Brief erschreckt TV-Zuschauer“, Westfälische Rundschau vom 09.09.2009.). Hammer! Auch eine Möglichkeit, ein paar Milliönchen auszugeben: nämlich für Porto, Druck und Papier von 13 Millionen Briefen, von dem Arbeitsaufwand will ich gar nicht mal sprechen. Weil ein paar Unterschriften „irgendwie weg“ sind. Das alleine ist für mich bis hierher schonmal eine Riesensauerei! Aber es geht lustig weiter: den Brief haben die Herrschaften von der GEZ offenkundig in großer Eile oder von einem Praktikanten entwerfen lassen. Denn es hat wohl niemand bedacht, dass die Daten eben nicht richtig sein könnten (wie z. B.  bei mir). Es fehlt aber jegliche Anweisung, was in diesem Falle zu tun ist. Kuchen backen? Brief einrahmen und an die Wand hängen?  Ich würde ja einfach die Namensänderung von Hand eintragen. Aber: „dieser Beleg wird maschinell verarbeitet. Bitte keine zusätzlichen Angaben oder Änderungen vermerken“. Lustig.

Ich fasse zusammen: ich soll also die Richtigkeit meiner Daten bestätigen (und somit der GEZ nebenbei nochmal zu einer Unterschrift von mir verhelfen, damit sie wieder legal vom Konto abbuchen darf). Das kann ich nicht, da sie nicht richtig sind. Ich darf aber auch nicht die Unrichtigkeit meiner Daten erklären.

Gute Arbeit, GEZ!

Ich warte dann einfach mal ab, ob da noch etwas kommt…

Unfassbar!

Noch so einer, der den Titel Vollpfosten verdient. Ich bin fassungslos.