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MTT1/2014

Der Countdown läuft wieder……
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MTT2/2013

Die VEBAMA AG gibt bekannt, ihren zweiten, diesjährigen MTT (Maultaschentag) am 23. November 2013, beginnend um 10:00 Uhr MEZ, durchzuführen.

Anlässlich dieses Großereignisses befinden sich nicht wenige Angehörige der VEBAMA AG in heller Aufregung, sind doch einige der Vorräte der beim MTT1/2013 hergestellten Erzeugnisse vollständig aufgebraucht.

Vorgeschlagene Tagesordnungspunkte (TOP):

  1. Begrüßung und Sektempfang
  2. Verteilung der Aufgaben und Zuständigkeiten
  3. Entlastung des Kühlschranks
  4. Vermengen der Ingredienzien und Herstellung der einzelnen Komponenten,
    sowie Vorgaren der Erzeugnisse, dabei stetige Qualitätskontrollen
  5. Abschließende Abnahme der Erzeugnisse (gemeinschaftliches Mittagessen)
  6. Sonstiges

Änderungen der TOPe können bis 10 Minuten vor Beginn…
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Keine Überlebenden!

Der Maultaschentag ist leider vorbei, die Produktion wieder eingestellt. Dafür habe ich Bauchschmerzen und Muskelzerrungen. Vom Lachen.

Schön war’s wieder! Vielen Dank an alle Mitwirkenden!

Allerdings: trotz erhöhtem Materialeinsatz wurden dieses mal gezählt weniger gefüllte Teigtaschen hergestellt als beim letzten Event. Das hat bei dem uns durch mich selbst zugewiesenen Anteil dazu geführt, dass es dieses mal keine einzige dieser kleinen Köstlichkeiten noch nicht einmal in die Nähe des, geschweige denn in den Kühlschrank geschafft hat. Der Tiefkühler war sowieso außen vor, keine Sekunde Überlegung wurde daran verschwendet. Was nach dem gemeinschaftlichen Mittagessen und Aufteilung dessen, was dann noch übrig war, bei uns verblieb wurde im Laufe des frühen Abends genascht oder als ordentliches Abendessen verzehrt.

Keine einzige Maultasche unseres Anteils hat den Tag überlebt – dafür waren sie einfach zu lecker.

Viel zu lecker.

Maultaschentag!

Läuft… 🙂

Langes GeTeta*-Wochenende: Prolog

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*Gefüllte Teigtaschen – ich liebe Abkürzungen.

Wenn’s der Einzigen hüngert ist Eile geboten. Am besten steht vor Vollendung der „Ich kriege Hunger“-Ansage das Essen schon auf dem Tisch. Aber wenn – ja wenn – sie mal nicht umgehend und sofort ‚was essen muss, dann hat man(n) – und in diesem Falle auch frau – Zeit, etwas leckerstes, weil selbst gemachtes, zuzubereiten. In diesem Fall haben wir das anstehende Gefüllte-Teigtaschen-Wochenende und die durch mein handwerkliches Geschick zwecks Säuberung zerlegte Nudelmaschine als Anlass genommen und das in der Überschrift erwähnte Wochenende durch Zubereitung ebenfalls bereits erwähnter Teigtaschen eingeleitet. Allerdings sind wir von der avisierten, beim noch ausstehenden, großfamiliären Event (der lange ersehnten Zusammenkunft der VeBamA AG) regulär zu befolgenden Rezeptur abgewichen – erheblich. Will sagen: es gab keine schwäbischen Maultaschen, sondern die italienischen Verwandten: Ravioli.

IMG_6415 KopieDazu haben wir gleiche Mengen Hartweizengrieß und Mehl (550) vermengt und pro 100gr Trockenmasse ein großes Ei hinzugefügt. Das ganze wurde dann in der Maschine und unter Zuhilfenahme etwas Olivenöls ordentlich verknetet, ruhen gelassen und wieder verknetet. Wer will kann etwas Salz hinzufügen.

Die Füllung findet sich in einem anderen, bemerkenswerten Blog: im kleinen Kuriositätenladen. Wer gerne kocht und selbst macht sollte hier unbedingt regelmäßig reinschauen.

Der Rest ist Butter – allerdings mit frischen Thymian. Nachdem die Ravioli 4 Minuten in kochendem Salzwasser schwimmen durften, nahmen sie noch ein Bad in zerlassener Butter, in die wir frisch gezupften Thymian gegeben haben – sehr lecker.

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Wer’s aus oben stehendem Text nicht entnehmen konnte: ein Maultaschentag steht an. Die Vorfreude ist enorm. 🙂

 

[ˈma͜ultaʃə]

Jetzt geht’s um das Familiengericht Nr. 2. Jedenfalls für mich. Oder um den Familienevent Nr. 2. Jedenfalls für mich. Und es geht schon wieder um kulinarisches, obwohl ich ja nicht zum „Food Blog“ werden wollte.

Ich gebe gerne und ohne Scham zu, dass ich mich auf selbst gemachte Maultaschen schwäbischer Art à la schwäbischer Oma jedes mal freue wie ein kleines Kind, dem zu Weihnachten eine Modelleisenbahn in der Größe des MiWuLa in Aussicht gestellt wurde. Ernsthaft. Sogar, wenn ich sie nur für mich und alleine mache (was nicht annähernd so unterhaltsam und erfrischend ist, wie wenn man sie in der Gruppe anfertigt), freue ich mich darauf. Was Maultaschen angeht, gibt es schlicht nichts besseres, als selbst gemachte. Es ist noch kein Fertig-Maultaschen-Hersteller auch nur ansatzweise in die Nähe der Qualität unserer selbst gemachten Maultaschen gekommen.

Das Fertigen selbst ist ein Event, der sich so langsam aber sicher zur Tradition entwickelt hat, wofür ich sehr, sehr dankbar bin. Er findet unregelmäßig statt und beginnt nicht selten mit dem SMS-Dialog: „Maultaschen?“ – „Wann?“ und endet meist in kugelrunden Bäuchen und Lachmuskelzerrungen der übelsten Sorte.

Die Vorfreude auf diese Massenfertigungsveranstaltung ist unterschiedlich ausgeprägt. Laut dem Bekunden meiner Liebsten stehe ich z. B. offenbar in kindlicher Vorfreude der meines 11jährigen Cousins in nichts nach. Es ist aber auch jedes mal ein Spaß und ein Genuss zugleich. Bei der Verwandtschaft, deren Küche wir durch diese regelmäßig unregelmäßige Aktion verwüsten, könnte ich mir schieres Entsetzen ob der Idee eines Maultaschenanfertigungstermins vorstellen. Aber ich glaube, Tantchen nimmt’s auch mit Humor 😉

Den Fertigungsprozess habe ich Euch in ein paar Bildern festgehalten:

Zuerst der Nudelteig. Zutaten zusammenfügen und Rühren, bis der Mixer streikt. Da uns keine so große Küchenmaschine zur Verfügung stand musste es eben der Mixer sein.

Nudelteig gegen Mixer – wer gewinnt?

Anschließend manuelles nachbearbeiten der Nudelrohmasse. Da haben dann aber wir gewonnen 🙂

Nudelteig, mit Liebe geknetet… Im Vordergrund ist die Hand jener schwäbischen Oma zu sehen, der wir dieses sehr leckere Rezept zu verdanken haben.

Die Füllung: Hackfleisch, Rahmspinat, Bratwurstbrät und diverse andere, feine Zutaten…

Die Würste müssen ausgedrückt werden, jeder hilft mit.

Alles gut durchmengen und ggf. nachwürzen.

Vorletzer Schritt: Nudelteig ausrollen und – selbstverständlich alles von Hand und ohne Hilfsmittel wie Ausstecher oder ähnliches – mit Füllung belegen. Auch hervorragend zu sehen: vorne rechts, der Schreibblock. Auf ihm wurde akribisch jede einzelne Maultasche erfasst. Und ehrlich gesagt, weiß ich schon gar nicht mehr, wie viele es das letzte mal waren. Nur eins weiß ich: es waren viele!

Zeitgleich wird geschnitten, befüllt und die Kanten mit Ei/Wasser bestrichen, damit alles schön zuklebt. Geht alles ohne dass man sich gegenseitig stört.

Jetzt wird’s ernst, jeder muss anfassen:

Maultaschenreihe zuklappen, abtrennen. Da müssen alle ran. Sieht chaotisch aus, ist es aber nicht!

Brühen, fertig.

Ich sag‘ ja, es waren viele 😉

Ein nicht unbeachtlicher Teil der Maultaschen hat den Tag nicht überlebt. Nur wenige den darauf folgenden Tag. Und zumindest bei uns hat es keine einzige unseres Anteils in den Gefrierschrank geschafft.

Hmmm…

Wann wir wohl mal wieder machen werden?

Käsekuchen

  • 250 g Butter (+ ein bisschen für die Form)
  • 6 Eier
  • 180 g Zucker
  • 200 g Mehl (+ ein bisschen zur Bearbeitung)
  • 750 g Quark (40%)
  • 3 gehäufte EL Stärke
  • 2 Vanilleschoten
  • 1 Zitrone
Vorbereitung:

Eins der Eier ggf. aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur hat. 125 g Butter zerlassen, den anderen Teil weich werden lassen.

Den Backofen auf 175° C (Umluft 160° C) vorheizen. Eine 26er Springform mit Butter auspinseln.

Teig:

125 g Butter, 60 g Zucker, das Mehl und ein zimmerwarmes Ei in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührers vermengen und kurz kneten. Anschließend eine Kugel formen und aus dieser dann in der Form mit der Hand den Boden formen. Dabei einen Rand von ca. 3-4 cm hochziehen. Zuletzt den Boden ein paar mal mit einer Gabel einstechen.

Füllung:

Quark, Stärke, die verbliebenen Eier und den Rest Zucker sowie die zerlassene Butter und den Saft der Zitrone in eine Schüssel geben, das Mark der beiden Vanilleschoten dazu. Mit dem Schneebesen (am besten mit der Küchenmaschine oder dem Handrührer) gut verrühren und auf den Teigboden gießen.

Backen:

Ca. 45 Minuten auf der zweituntersten Schiene, bis der Mürbeteigrand schön goldbraun ist und die Füllung sich relativ fest anfühlt, wenn man mit dem Finger drauf drückt.

Ergebnis:

Lecker!

Quelle:

Das ursprüngliche Rezept stammt wiederum aus dem Buch „delicious days“ von Nicole Stich. Allerdings mag ich kein fertiges Puddingpulver am Kuchen, denn es geht auch ohne Aromen (ob „natürlich“ oder nicht)! Daher habe ich es abgewandelt und nun ist das vorstehende Rezept frei von zugesetzten Aromen. Es ist mehrfach getestet und von meiner Schwiegermutter für gut befunden worden – das reicht als Bewertung 🙂

Hinweis:

An alle saarländischen Käsekuchenbäcker: der hier wird nicht braun obendrauf, das ist durchaus so gedacht :-). Also nicht warten und im Ofen lassen, bis er ungenießbar wurde.

Re: 218/365

Also, das Zeugs nehme ich selten bis überhaupt nicht – ich bin nämlich Saarländer, wenn ich jetzt auch in Hessen wohne. Und ein bisschen was will ich mir bewahren, wenn’s auch mittlerweile importiert werden muss: wenn’s um’s Kulinarische geht nehme ich meistens bis immer das hier:

Das ist im Saarland „de Essisch“, ich erwähnte es bereits. Gibt’s dort in so ziemlich jedem Supermarkt, inkl. der meisten Discounter. Essig-Essenz haben wir gar nicht im Schrank stehen: zum Entfernen von Kalk nehmen wir Zitronensäure. Geht auch.
Aber Siggies Beitrag hat mich nachdenklich gemacht: die Frankfurter Wasserqualität ist mit der saarländischen nicht vergleichbar, der Kalkgehalt hier ist gefühlt hundertmal so hoch. Der Chlorgehalt allerdings auch. Muss ich mir jetzt sorgen um die Unversehrtheit der Heizstäbe unserer Waschmaschine machen? Ist ein Besuch von Dieter Bürgi in unserer Wohnung mitgemietet weil quasi schon unausweichlich? Sollte ich ein Planschwasserversicherung abschließen?

TaTa!

Kein Tusch sondern die von mir soeben kreierte Abkürzung für den von mir soeben spontan so benannten Tag: Taschentag. Ein liebe Freundin hat uns am letzten Wochenende besucht (herrlich: den ganzen Tag saarländisch „schwätze“ – mit einem Besucher); eigentlich sollte es ein Dankes-Dinner für die uns freundlicherweise überlassene WaMa (Waschmaschine – ich liebe Abkürzungen!) werden. Das wurde es zwar auch (3 Gänge, war lecker!), dann mutierte es aber auch noch zu einem Nähkurs für sie. Erstes, von ihr selbst geschneidertes Produkt: ein Tragetasche.

Selbstverständlich habe ich das Ergebnis ihrer Bemühungen umgehend aufs genaueste Untersucht. Mein fachmännisches, weil im Zusammenleben mit einer Hobby-Näherin mit semiprofessionellen Ambitionen mehr oder weniger geschultes Auge erkannte sofort: saubere Arbeit.

Sowas von lecker!

 

Meine ersten selbst gemachten Grissini (die, zugegebenermaßen, leider etwas dunkel geraten sind – aber ich mag’s eigentlich auch so), nach einem Rezept von Nicole Stich aus ihrem Buch „delicious days„. Die Grissini mit Parmesan sind auch lecker aber – hammer! – die anderen sind mit einer Würzmischung von Seabiscuit versehen, die ganz offenbar ein Händchen für Würzmischungen hat. Ich kann gar nicht mehr aufhören die Stangen zu knabbern. In unserem Küchenschrank finden sich gleich mehrere Mischungen von ihr und für die Grissini habe ich ihre „Zahtar“-Mischung genutzt, plus etwas Parmesan dazu. Den aber in homöopathischen Mengen.

Also, ich brauch‘ jetzt sonst eigentlich nix mehr…

Bei der Gelegenheit: liebe Grüße von hier nach da *ganzheftigmitdemlinkenaugezwinker*!!

Nichtknetbrot – das Rezept

Auf Wunsch eines gewissen Papas 😉 und weil ich mir sowieso gedacht habe, dass es durchaus sinnvoll sein könnte, die ausführliche Beschreibung von Katharina Seiser etwas zu straffen, hier nun eine vollständige Anleitung für das Brot, das man nicht kneten muss:

Zutaten:

  • 435 g Mehl, Typ 550
  • 12 g Salz (wir nehmen Meersalz)
  • Hefe (1 g Trockenhefe oder 2 g frische Hefe)
  • ca. 350 ml raumwarmes Wasser, eher etwas weniger.
  • etwas Mehl zur Teigbearbeitung

Material:

  • große Schüssel mit Deckel, nicht luftdicht schließend
  • Topf aus Gusseisen, ohne Kunststoffgriffe
  • Teigschaber
  • Teiglöffel
  • Backpapier

1. Teil:
Alle Zutaten bis auf das Wasser in die große Schüssel geben und kurz verrühren. Wir nehmen eine Schüssel mit Deckel, welcher nicht luftdicht schließt. Dann das Wasser hinzugeben und alles vermischen, bis kein trockenes Mehl mehr übrig ist. Dass der Teig feucht und klebrig ist ist OK, es sollte aber kein Matsch sein. Deckel drauf („ünd fest andrückön“ – kleiner Spass für Eingeweihte). 18 Stunden bei Raumtemperatur (21° – 23°C) stehen lassen.

2. Teil:
Nach 18 Stunden sollten sich auf der Oberfläche des Teigs Bläschen zeigen. Ist das nicht der Fall braucht der Teig noch. Backpapier ausbreiten und mit Mehl bepudern, anschließend den Teig ebenfalls bestäuben. Den Teig mit schwungvoller Handbewegung und mit Hilfe eines Teigschabers aus der Schüssel auf das Backpapier und das darauf befindliche Mehl befördern. Jetzt kommt das Falten: wieder unter Mitwirkung oben erwähnten Schabers den Teig falten: von unten nach oben, dann die Seiten jeweils einschlagen und schließlich die obere Seite über alles drüber falten. Wichtig: nicht kneten, nicht pressen, nicht fest drücken, keine langen Aktionen mit dem Teig. Wenn das Falten nicht so sauber funktioniert: kein Problem, wird trotzdem ‚was. Kaffeepause. Dem Teig 15 Minuten geben, sich von der Faltaktion zu erholen (bräuchte ich auch!). In der Zwischenzeit die Schüssel mit Mehl auspudern, nicht zu sparsam. Nach der Kaffeepause den Teig, je nach Konsistenz, entweder vom Backpapier in die Schüssel fließen lassen oder in die Schüssel heben. Beim Reinheben sollte man ihn gleichzeitig umdrehen. 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

3. Teil:
30 Minuten vor Erreichen der 2 Stunden den Backofen auf 250°C vorheizen, und zwar mit dem geschlossenen Topf (das ist wichtig!). Auch wichtig: keine Heißluft! Den Topf auf einen Rost auf einer unteren Schiene (nicht ganz unten) stellen. Bei Erreichen der 2 Stunden am Teig den Drücktest durchführen: dem Teig mit einem Finger eine Delle verpassen, springt diese direkt raus, den Teig weiter gehen lassen. Wenn sie nicht sofort zurück springt ist er soweit: „ab in de Dibbe“, ab in den Topf. Ganz wichtig: alles ist sauheiß!! Also Vorsicht walten lassen! Den Topf aus dem Ofen nehmen und ausmehlen. Das Mehl wird direkt braun werden und evtl. auch etwas qualmen, das macht aber nichts. Den Teig aus der Schüssel in den Topf geben. Hier gibt’s jetzt mehrere Techniken; weil der Topf so heiß ist lasse ich den Teig einfach aus der Schüssel in den Topf gleiten, mit gebührendem, respektvollen Abstand (der Topf ist sauheiß, erwähnte ich das schon?). Optimalerweise kommt dabei die Naht, die durch das Falten entstanden ist, oben zu liegen. Den Deckel wieder auf den Topf (Achtung: sauheiß!) und alles für 30 Minuten in den Ofen, dabei nicht zwischendurch öffnen, sonst geht das Mikroklima im Topf kaputt. Nach den 30 Minuten die Temperatur auf 150°C drehen und den Deckel des Topf (sauheiß!) herunternehmen (dabei die Ofentür nicht zu lange aufstehen lassen). Das Brot für ca. weitere 15 Minuten backen und schließlich zum Klopftest herausnehmen: auf die Unterseite klopfen; klingt es hohl, ist es fertig.
Nochmal wichtig: dem Brot jetzt mind. 1 Stunde Zeit geben, auch wenn es noch so verführerisch duftet.

Ich empfehle für den ersten Laib einfach nur frische Butter, und wer mag etwas Salz :-).

Wir haben das Rezept übrigens problemlos auch mit der doppelten Menge getestet. Beim Wasser dann aber 2-4 Esslöffel weg lassen.

 

All!

[all; saarl.]
Leer, vergriffen, aufgebraucht, geleert (z. B. „de Lyoner is all“), auch: geschafft, entkräftet („isch bin bums all“), nicht: Weltall. Für alle (z. B. alle Kinder) – siehe allegaa

So konnte man durchaus am Ostermontag um ca. 18:03 Uhr unseren Zustand bezeichnen: all. Etwas verständlicher ausgedrückt würde man vielleicht „platt“ wählen, ob des Ostermarathons, der hinter uns lag. Und es war große klasse! Die Familie war da und wir hatten 2½ Tage richtig Spaß hier in der Bude. Inkl. Dombesteigung, meinem ersten (und voraussichtlich letzten) katholischen Osternachtsgottesdienst (ich bin evangelisch) – und natürlich Sauerbraten (verflucht war der lecker!!) sowie anderen Köstlichkeiten.

Leider habe ich es am Samstag nach der Besteigung des Frankfurter Dom (318 Stufen) nicht mehr geschafft, Bilder zu machen („isch war bums all“), und das obwohl die Aussicht fantastisch war. Aber immerhin liegen vom anschließenden, sehr erfrischenden und sehr erheiternden „Sauergespritzten“ Beweisfotos vor ;-). Es war sowieso lecker: wir waren beim Dax, welchen ich hiermit gerne empfehlen möchte. Das essen war gut und der Bembel gut gefüllt :-D.

P.S.: Ja, dieser Beitrag hat’s dann doch geschafft, sowohl hessisch als auch gaumenerregend zu sein.

Schwäbisches…


Nein, „schwäbisches“ wird keine neue Kategorie. Jetzt geht’s wieder um kulinarisches. Um etwas sehr leckeres, was ich seit meiner Kindheit sehr, sehr gerne esse. Es geht um Sauerbraten. Und zwar um die schwäbische Variante (wenn auch mit leichtem saarländischem Einschlag :-)). Wer in dem Bild oben allerdings nur einen Wust rote Pampe mit schwimmendem – Zeugs – und ein paar Zwiebeln erkennen kann, der hat noch nie Sauerbraten selbst gebeizt. Unter dem schwimmendem Etwas (unter anderem Zwiebeln, Koriander, Senfsaat, Pfeffer, Wacholder, Thymian, Nelken) im Bild verbirgt sich ein Stück Rindfleisch, dieses mal ein Stück Nuss (unser Metzger konnte uns nicht wie versprochen Tafelspitz liefern, sonst meine erste Wahl was Schmorbraten angeht). Die Pampe selbst besteht aus einem Drittel Rotwein (in diesem Fall ein trockener Dornfelder unseres Lieblingswinzers Bibinger), einem Drittel dessen, was im Saarland als „Essig“ bezeichnet wird (lustigerweise aber eben kein richtiger Essig ist – Melfor eben) und einem Drittel Wasser. Dann die Gewürze und Zwiebeln dazu, Deckel drauf, und mindestens(!) 3 Tage beizen lassen. Was dabei schlussendlich nach Braten, Schmoren etc. herauskommt ist ein dermaßen saftiger und zarter und … und … Lecker! Es duftet jetzt schon so schön Sauerbratig, ich kann’s kaum erwarten :-). Dazu gibt’s – standesgemäß schwäbisch – Spätzle, selbstverständlich selbst gemachte. Alles weitere ist bei diesem Mahl überflüssig, ein Salat dazu schadet aber nicht ;-).

Anlass ist der Besuch meiner (Schwieger-) Eltern zu Ostern – ich freue mich schon riesig drauf! Wird ganz bestimmt lustig! 🙂

Hessisches…

Auf Anraten meiner Frau habe ich diesem Blog soeben in letzter Konsequenz die Kategorie „Hessisches“ hinzugefügt. Sie war bzw. ist der Meinung, dass das hier noch fehlt, da wir ja jetzt im schönen Hessenland residieren. Da ich mich meiner Frau in Müdigkeit und Meinung meistens anschließe fällt es mir auch nicht weiter schwer, dies zu tun. Nicht, dass ich schon Ideen für diese Kategorie hätte, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Ich vermute jedoch stark, dass es wenige Beiträge geben wird, die sowohl in die Kategorie „Gaumenerregendes“ als auch „Hessisches“ passen werden, die hiesige Küche will sich bisher noch nicht wirklich mit mir anfreunden. Handkäs mit Musik zum Beispiel ist etwas, was ich probiert und für nicht essbar befunden habe. Farbe, Geruch und Konsistenz legen für mich eine Verwendung im Sanitärbereich nahe, auf näheres möchte ich jetzt nicht eingehen. Spundekäs allerdings hört sich interessant an und liest sich ebenso, wird von mir daher sicher demnächst versucht werden. Ahle Worschd habe ich ebenfalls bereits einmal probiert, aber ich glaube, die muss ich nochmal probieren 😉

Pizzateig, und zwar knusprig!

  • 300gr Mehl, Typ 550
  • 200gr Hartweizengrieß
  • 250ml Wasser, lauwarm
  • 10gr Salz
  • 3-4 Esslöfel Olivenöl
  • 4gr frische Hefe oder 2gr Trockenhefe

Alles gut durchkneten, am besten mit der Küchenmaschine, denn die wird auch nach 10 Minuten nicht müde 😉
Den Teig dann zugedeckt 2 Stunden gehen lassen. Anschließend dünn ausrollen, belegen, backen.
250°C (je heißer, je besser), vorgeheizt, keine Heißluft, nur Ober- und Unterhitze.
Tip: nicht die mittlere Schiene nehmen, sondern die darunter.
Die angegebene Menge reicht für 4 runde Pizzableche oder knapp 2 normale Backbleche.
Sehr lecker!
Bilder gibt’s keine, weil nix übrig geblieben ist 😉

Aktualisierung:
Gibt doch’n Bild: