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da staunst du aufregendes.weltbewegendes.gaumenerregendes.saarländisches

Kapselkaffee

Ein sehr schöner Beitrag, der anschaulich zu verstehen gibt, warum auch wir (die Einmalige und ich) niemals solch einen zu Technik gewordenen Blödsinn mit eingebauter Rohstoffverschwendung kaufen werden: [klick]

Ich bin sicher auch kein Recycling-Engel (ich nutze hin und wieder so eine Maschine), aber das…

Krass.

Re: 218/365

Also, das Zeugs nehme ich selten bis überhaupt nicht – ich bin nämlich Saarländer, wenn ich jetzt auch in Hessen wohne. Und ein bisschen was will ich mir bewahren, wenn’s auch mittlerweile importiert werden muss: wenn’s um’s Kulinarische geht nehme ich meistens bis immer das hier:

Das ist im Saarland „de Essisch“, ich erwähnte es bereits. Gibt’s dort in so ziemlich jedem Supermarkt, inkl. der meisten Discounter. Essig-Essenz haben wir gar nicht im Schrank stehen: zum Entfernen von Kalk nehmen wir Zitronensäure. Geht auch.
Aber Siggies Beitrag hat mich nachdenklich gemacht: die Frankfurter Wasserqualität ist mit der saarländischen nicht vergleichbar, der Kalkgehalt hier ist gefühlt hundertmal so hoch. Der Chlorgehalt allerdings auch. Muss ich mir jetzt sorgen um die Unversehrtheit der Heizstäbe unserer Waschmaschine machen? Ist ein Besuch von Dieter Bürgi in unserer Wohnung mitgemietet weil quasi schon unausweichlich? Sollte ich ein Planschwasserversicherung abschließen?

Umzug. Ich hasse es!

Wir sind mittendrin. Im Umzug.

Ich hasse umziehen.

Alles, wirklich alles muss, will man sich nicht von ihm trennen, in Kisten, Kasten oder ähnliches verpackt werden, nur um es am Zielort noch einmal auszupacken. Ich hasse umziehen. Schränke ausräumen und abschlagen, Kommoden ausräumen und transportfähig machen, Regale ausräumen und abschlagen, Kisten beladen und schleppen, über Treppen und Stufen, durch Fenster und zu schmale Türen… Wohnung übernehmen, putzen, streichen, renovieren, tapezieren… LKW mit dem ganzen abgeschlagenen, ausgeräumten, verpackten … Zeugs … beladen, verfahren, wieder entladen, wieder schleppen, wieder aufbauen, wieder einräumen… Bääh!

(Ich hasse umziehen…)

SEPA

Bestimmt haben einige Leser dieses Blogs, zumindest jene, die ordentlich ihre Rundfunkgebühren bezahlen, wie ich Post von der GEZ bekommen, der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland. Darin fordert man mich gewissermaßen auf, meine Kontodaten zur weiteren Teilnahme am Lastschrifteinzugsverfahren per Unterschrift zu bestätigen. Nach dem ersten Durchlesen des Briefes habe ich nach versteckten Hinweisen gesucht, um herauszufinden, ob es sich hier um einen Betrugsversuch handelt. Der Brief an und für sich schien dann aber echt. Aber ganz von vorne: die GEZ schreibt, dass sie diesen Service (die Teilnahme am besagten Verfahren) für mich auch in Zukunft sicherstellen will (äh, was? Wie? Sicherstellen?). Daher soll ich bitte nachfolgend abgedruckte Daten mit meiner Unterschrift bestätigen und den Brief im vorbereiteten Rückumschlag zurücksenden. Soweit in Ordnung. Nur – warum? Darüber lässt sich die GEZ auch aus: nämlich so gut wie gar nicht. „Bevorstehende rechtliche Änderungen“ werden aufgeführt, welche, das bleibt ein Geheimnis. Etwas Recherche im Internet fördert dann aber zutage: die GEZ hat offenbar meine Unterschrift verschlampt. Die, mit der ich meine Einwilligung zur Teilnahme am „Lastschrifteinzugsverfahren“ gegeben habe. Denn: die Umstellung auf das neue, innergemeinschaftliche Zahlungsverfahren SEPA verlangt von der GEZ, ihre Unterlagen zu überprüfen und, EU-Bürokratie sei dank, das Vorliegen meiner Unterschrift nachzuweisen. Und siehe da, da fehlt wohl was. Aber jetzt kommt’s: nicht nur meine Unterschrift liegt nicht oder nicht vollständig vor, sondern die von nicht weniger als 13 Millionen Rundfunkteilnehmern sind „irgendwie weg“ („GEZ-Brief erschreckt TV-Zuschauer“, Westfälische Rundschau vom 09.09.2009.). Hammer! Auch eine Möglichkeit, ein paar Milliönchen auszugeben: nämlich für Porto, Druck und Papier von 13 Millionen Briefen, von dem Arbeitsaufwand will ich gar nicht mal sprechen. Weil ein paar Unterschriften „irgendwie weg“ sind. Das alleine ist für mich bis hierher schonmal eine Riesensauerei! Aber es geht lustig weiter: den Brief haben die Herrschaften von der GEZ offenkundig in großer Eile oder von einem Praktikanten entwerfen lassen. Denn es hat wohl niemand bedacht, dass die Daten eben nicht richtig sein könnten (wie z. B.  bei mir). Es fehlt aber jegliche Anweisung, was in diesem Falle zu tun ist. Kuchen backen? Brief einrahmen und an die Wand hängen?  Ich würde ja einfach die Namensänderung von Hand eintragen. Aber: „dieser Beleg wird maschinell verarbeitet. Bitte keine zusätzlichen Angaben oder Änderungen vermerken“. Lustig.

Ich fasse zusammen: ich soll also die Richtigkeit meiner Daten bestätigen (und somit der GEZ nebenbei nochmal zu einer Unterschrift von mir verhelfen, damit sie wieder legal vom Konto abbuchen darf). Das kann ich nicht, da sie nicht richtig sind. Ich darf aber auch nicht die Unrichtigkeit meiner Daten erklären.

Gute Arbeit, GEZ!

Ich warte dann einfach mal ab, ob da noch etwas kommt…