Geburtstagsbrunch – zu wenig Schlaf und zu viel Essen bringen gegen Abend solch geistreiche Äußerungen hervor wie
- Kann ich etwas zur Erhellung auftragen?
oder
- Ist jetzt nicht so wichig
- Ja, aber über irgendwas muss man sich ja unterhalten
Geburtstagsbrunch – zu wenig Schlaf und zu viel Essen bringen gegen Abend solch geistreiche Äußerungen hervor wie
- Kann ich etwas zur Erhellung auftragen?
oder
- Ist jetzt nicht so wichig
- Ja, aber über irgendwas muss man sich ja unterhalten
Jetzt geht’s um das Familiengericht Nr. 2. Jedenfalls für mich. Oder um den Familienevent Nr. 2. Jedenfalls für mich. Und es geht schon wieder um kulinarisches, obwohl ich ja nicht zum “Food Blog” werden wollte.
Ich gebe gerne und ohne Scham zu, dass ich mich auf selbst gemachte Maultaschen schwäbischer Art à la schwäbischer Oma jedes mal freue wie ein kleines Kind, dem zu Weihnachten eine Modelleisenbahn in der Größe des MiWuLa in Aussicht gestellt wurde. Ernsthaft. Sogar, wenn ich sie nur für mich und alleine mache (was nicht annähernd so unterhaltsam und erfrischend ist, wie wenn man sie in der Gruppe anfertigt), freue ich mich darauf. Was Maultaschen angeht, gibt es schlicht nichts besseres, als selbst gemachte. Es ist noch kein Fertig-Maultaschen-Hersteller auch nur ansatzweise in die Nähe der Qualität unserer selbst gemachten Maultaschen gekommen.
Das Fertigen selbst ist ein Event, der sich so langsam aber sicher zur Tradition entwickelt hat, wofür ich sehr, sehr dankbar bin. Er findet unregelmäßig statt und beginnt nicht selten mit dem SMS-Dialog: “Maultaschen?” – “Wann?” und endet meist in kugelrunden Bäuchen und Lachmuskelzerrungen der übelsten Sorte.
Die Vorfreude auf diese Massenfertigungsveranstaltung ist unterschiedlich ausgeprägt. Laut dem Bekunden meiner Liebsten stehe ich z. B. offenbar in kindlicher Vorfreude der meines 11jährigen Cousins in nichts nach. Es ist aber auch jedes mal ein Spaß und ein Genuss zugleich. Bei der Verwandtschaft, deren Küche wir durch diese regelmäßig unregelmäßige Aktion verwüsten, könnte ich mir schieres Entsetzen ob der Idee eines Maultaschenanfertigungstermins vorstellen. Aber ich glaube, Tantchen nimmt’s auch mit Humor
Den Fertigungsprozess habe ich Euch in ein paar Bildern festgehalten:
Zuerst der Nudelteig. Zutaten zusammenfügen und Rühren, bis der Mixer streikt. Da uns keine so große Küchenmaschine zur Verfügung stand musste es eben der Mixer sein.

Nudelteig gegen Mixer - wer gewinnt?
Anschließend manuelles nachbearbeiten der Nudelrohmasse. Da haben dann aber wir gewonnen

Nudelteig, mit Liebe geknetet... Im Vordergrund ist die Hand jener schwäbischen Oma zu sehen, der wir dieses sehr leckere Rezept zu verdanken haben.
Die Füllung: Hackfleisch, Rahmspinat, Bratwurstbrät und diverse andere, feine Zutaten…

Die Würste müssen ausgedrückt werden, jeder hilft mit.

Alles gut durchmengen und ggf. nachwürzen.
Vorletzer Schritt: Nudelteig ausrollen und – selbstverständlich alles von Hand und ohne Hilfsmittel wie Ausstecher oder ähnliches – mit Füllung belegen. Auch hervorragend zu sehen: vorne rechts, der Schreibblock. auf ihm wurde akribisch jede einzelne Maultasche erfasst. Und ehrlich gesagt, weiß ich schon gar nicht mehr, wie viele es das letzte mal waren. Nur eins weiß ich: es waren viele!

Zeitgleich wird geschnitten, befüllt und die Kanten mit Ei/Wasser bestrichen, damit alles schön zuklebt. Geht alles ohne dass man sich gegenseitig stört.
Jetzt wird’s ernst, jeder muss anfassen:

Maultaschenreihe zuklappen, abtrennen. Da müssen alle ran. Sieht chaotisch aus, ist es aber nicht!
Brühen, fertig.

Ich sag' ja, es waren viele
Ein nicht unbeachtlicher Teil der Maultaschen hat den Tag nicht überlebt. Nur wenige den darauf folgenden Tag. Und zumindest bei uns hat es keine einzige unseres Anteils in den Gefrierschrank geschafft.
Hmmm…
Wann wir wohl mal wieder machen werden?
Eins der Eier ggf. aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur hat. 125 g Butter zerlassen, den anderen Teil weich werden lassen.
Den Backofen auf 175° C (Umluft 160° C) vorheizen. Eine 26er Springform mit Butter auspinseln.
Teig:
125 g Butter, 60 g Zucker, das Mehl und ein zimmerwarmes Ei in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührers vermengen und kurz kneten. Anschließend eine Kugel formen und aus dieser dann in der Form mit der Hand den Boden formen. Dabei einen Rand von ca. 3-4 cm hochziehen. Zuletzt den Boden ein paar mal mit einer Gabel einstechen.
Füllung:
Quark, Stärke, die verbliebenen Eier und den Rest Zucker sowie die zerlassene Butter und den Saft der Zitrone in eine Schüssel geben, das Mark der beiden Vanilleschoten dazu. Mit dem Schneebesen (am besten mit der Küchenmaschine oder dem Handrührer) gut verrühren und auf den Teigboden gießen.
Backen:
Ca. 45 Minuten auf der zweituntersten Schiene, bis der Mürbeteigrand schön goldbraun ist und die Füllung sich relativ fest anfühlt, wenn man mit dem Finger drauf drückt.
Ergebnis:

Lecker!
Quelle:
Das ursprüngliche Rezept stammt wiederum aus dem Buch “delicious days” von Nicole Stich. Allerdings mag ich kein fertiges Puddingpulver am Kuchen, denn es geht auch ohne Aromen (ob “natürlich” oder nicht)! Daher habe ich es abgewandelt und nun ist das vorstehende Rezept frei von zugesetzten Aromen. Es ist mehrfach getestet und von meiner Schwiegermutter für gut befunden worden – das reicht als Bewertung
Hinweis:
An alle saarländischen Käsekuchenbäcker: der hier wird nicht braun obendrauf, das ist durchaus so gedacht
. Also nicht warten und im Ofen lassen, bis er ungenießbar wurde.

Also, das Zeugs nehme ich selten bis überhaupt nicht – ich bin nämlich Saarländer, wenn ich jetzt auch in Hessen wohne. Und ein bisschen was will ich mir bewahren, wenn’s auch mittlerweile importiert werden muss: wenn’s um’s Kulinarische geht nehme ich meistens bis immer das hier:

Das ist im Saarland “de Essisch”, ich erwähnte es bereits. Gibt’s dort in so ziemlich jedem Supermarkt, inkl. der meisten Discounter. Essig-Essenz haben wir gar nicht im Schrank stehen: zum Entfernen von Kalk nehmen wir Zitronensäure. Geht auch.
Aber Siggies Beitrag hat mich nachdenklich gemacht: die Frankfurter Wasserqualität ist mit der saarländischen nicht vergleichbar, der Kalkgehalt hier ist gefühlt hundertmal so hoch. Der Chlorgehalt allerdings auch. Muss ich mir jetzt sorgen um die Unversehrtheit der Heizstäbe unserer Waschmaschine machen? Ist ein Besuch von Dieter Bürgi in unserer Wohnung mitgemietet weil quasi schon unausweichlich? Sollte ich ein Planschwasserversicherung abschließen?
Dieser Sommer macht’s möglich nötig: Entwässerung eines jener Blumenkästen auf unserem Balkon, welche uns gleichzeitig als kleiner Garten dienen. Mittels ausgeklügelter, hydrostatischer Hebertechnik und einem ausgefeilten und aufwändigen Pipelinesystem gelingt uns nach jedem Fluten des Kastens die erfolgreiche Drainage desselbigen, um den im Kasten vorherrschenden Grundwasserpegel auf ein für die darin befindlichen Pflanzen erträgliches Maß abzusenken. Die Pumpe wird nach jedem heftigeren Regenfall manuell angesaugt angestossen, ist selbstregelnd inkl. automatischer Luftbeimengung im Falle nicht ausreichender Nachflussmenge und schaltet sich, um nicht zuviel hydrostatischer Energie zu verschwenden, nach erfolgter Dränung selbsttätig wieder ab. Klasse.

Ich hoffe, die unmittelbar über dem Kasten entlanglaufende Regenrinne wird bald gereinigt…
Kein Tusch sondern die von mir soeben kreierte Abkürzung für den von mir soeben spontan so benannten Tag: Taschentag. Ein liebe Freundin hat uns am letzten Wochenende besucht (herrlich: den ganzen Tag saarländisch “schwätze” – mit einem Besucher); eigentlich sollte es ein Dankes-Dinner für die uns freundlicherweise überlassene WaMa (Waschmaschine – ich liebe Abkürzungen!) werden. Das wurde es zwar auch (3 Gänge, war lecker!), dann mutierte es aber auch noch zu einem Nähkurs für sie. Erstes, von ihr selbst geschneidertes Produkt: ein Tragetasche.

Selbstverständlich habe ich das Ergebnis ihrer Bemühungen umgehend aufs genaueste Untersucht. Mein fachmännisches, weil im Zusammenleben mit einer Hobby-Näherin mit semiprofessionellen Ambitionen mehr oder weniger geschultes Auge erkannte sofort: saubere Arbeit.
Meine ersten selbst gemachten Grissini (die, zugegebenermaßen, leider etwas dunkel geraten sind – aber ich mag’s eigentlich auch so), nach einem Rezept von Nicole Stich aus ihrem Buch “delicious days“. Die Grissini mit Parmesan sind auch lecker aber – hammer! – die anderen sind mit einer Würzmischung von Seabiscuit versehen, die ganz offenbar ein Händchen für Würzmischungen hat. Ich kann gar nicht mehr aufhören die Stangen zu knabbern. In unserem Küchenschrank finden sich gleich mehrere Mischungen von ihr und für die Grissini habe ich ihre “Zahtar”-Mischung genutzt, plus etwas Parmesan dazu. Den aber in homöopathischen Mengen.

Also, ich brauch’ jetzt sonst eigentlich nix mehr…
Bei der Gelegenheit: liebe Grüße von hier nach da *ganzheftigmitdemlinkenaugezwinker*!!
Da liest man mal selbst seinen eigenen Blog in ungewohnter Umgebung – und stellt fest, dass der letzte Eintrag nun auch schon etwas her ist. Des Rätsels Lösung: mehrere Beiträge warten, als Entwurf gespeichert, darauf, fertig gestellt und veröffentlicht zu werden. Und dieser Eintrag hier hat sie jetzt überholt. Irgendwie hatte ich durch das Schreiben der anderen (noch nicht veröffentlichten) Einträge das Gefühl, dass ich regelmäßig unregelmäßig etwas neues im Blog habe. So kann man sich irren…
Aber es soll ja weitergehen: Hallo, Schwägerin, ich brauche Bilder
Soeben habe ich den KreativTausch abgeschaltet. Was das ist? Das war ein wirklich tolles Forum, eines für alle, die gerne selbst hergestellte Sachen vertauscht haben. Tausche Seife gegen gestrickte Topflappen, tausche Filzkette gegen Häkelrock.
Aber wie so oft in unserer modernen Zeit hat wieder einmal die rechtliche Keule zugeschlagen, in unserem Fall hatte sich ein Hersteller von Stickdateien darüber beschwert, dass im Forum angeblich seine Stickdateien vertauscht würden. Dem war zwar nicht so, aber nach rechtlicher Beratung haben wir uns dazu entschieden, dass es uns das Geld für den Anwalt und die damit verbundene immense Arbeit, die eigene Unschuld zu beweisen, nicht wert ist. Denn der Hersteller hat direkt mit Anwalt und Abmahnung gedroht. Lustigerweise war dieser Hersteller Mitglied im Forum. Warum sie er sich allerdings nicht zuerst an die Forenleitung und/oder Moderatoren gewandt hat, warum sie er gleich seitenweise Screenshots fabriziert und diese dann auch noch unter einem Pseudonym an andere Hersteller versendet hat – keine Ahnung. Warum sie er das nicht als Werbung für sich selbst angesehen hat? Wer weiß.
Was bleibt ist die Gewissheit, dass sie er sich damit nicht gerade beliebt gemacht hat und die Traurigkeit über die Abschaltung dieses wundervollen Forums. Und die Gewissheit, mittlerweile herausgefunden zu haben, wer hinter dem Pseudonym steckt. Und sich zu überlegen, was man mit diesem Wissen alles so anstellen kann…
Ich hatte gerade das Vergnügen, in einer Vorpremiere den neuesten Tatort des Hessischen Rundfunks ansehen zu dürfen. Und was soll ich sagen: toll! Große Klasse! Für Tatort-Fans sowieso ein Muss, aber auch nicht so eingefleischte und regelmäßige Zuschauer dürften am Sonntag abend – da läuft er dann regulär – auf ihre Kosten kommen. Das neue Ermittlerduo wird herrlich erfrischend ein- und zusammengeführt, die Story ist spannend, die Charaktere wirken durch die Bank weg echt und alle Darsteller liefern ununterbrochen – ganz großes Kino. Empfehlung: unbedingt ansehen!
Auf Wunsch eines gewissen Papas
und weil ich mir sowieso gedacht habe, dass es durchaus sinnvoll sein könnte, die ausführliche Beschreibung von Katharina Seiser etwas zu straffen, hier nun eine vollständige Anleitung für das Brot, das man nicht kneten muss:
Zutaten:
Material:
1. Teil:
Alle Zutaten bis auf das Wasser in die große Schüssel geben und kurz verrühren. Wir nehmen eine Schüssel mit Deckel, welcher nicht luftdicht schließt. Dann das Wasser hinzugeben und alles vermischen, bis kein trockenes Mehl mehr übrig ist. Dass der Teig feucht und klebrig ist ist OK, es sollte aber kein Matsch sein. Deckel drauf (“ünd fest andrückön” – kleiner Spass für Eingeweihte). 18 Stunden bei Raumtemperatur (21° – 23°C) stehen lassen.
2. Teil:
Nach 18 Stunden sollten sich auf der Oberfläche des Teigs Bläschen zeigen. Ist das nicht der Fall braucht der Teig noch. Backpapier ausbreiten und mit Mehl bepudern, anschließend den Teig ebenfalls bestäuben. Den Teig mit schwungvoller Handbewegung und mit Hilfe eines Teigschabers aus der Schüssel auf das Backpapier und das darauf befindliche Mehl befördern. Jetzt kommt das Falten: wieder unter Mitwirkung oben erwähnten Schabers den Teig falten: von unten nach oben, dann die Seiten jeweils einschlagen und schließlich die obere Seite über alles drüber falten. Wichtig: nicht kneten, nicht pressen, nicht fest drücken, keine langen Aktionen mit dem Teig. Wenn das Falten nicht so sauber funktioniert: kein Problem, wird trotzdem ‘was. Kaffeepause. Dem Teig 15 Minuten geben, sich von der Faltaktion zu erholen (bräuchte ich auch!). In der Zwischenzeit die Schüssel mit Mehl auspudern, nicht zu sparsam. Nach der Kaffeepause den Teig, je nach Konsistenz, entweder vom Backpapier in die Schüssel fließen lassen oder in die Schüssel heben. Beim Reinheben sollte man ihn gleichzeitig umdrehen. 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
3. Teil:
30 Minuten vor Erreichen der 2 Stunden den Backofen auf 250°C vorheizen, und zwar mit dem geschlossenen Topf (das ist wichtig!). Auch wichtig: keine Heißluft! Den Topf auf einen Rost auf einer unteren Schiene (nicht ganz unten) stellen. Bei Erreichen der 2 Stunden am Teig den Drücktest durchführen: dem Teig mit einem Finger eine Delle verpassen, springt diese direkt raus, den Teig weiter gehen lassen. Wenn sie nicht sofort zurück springt ist er soweit: “ab in de Dibbe”, ab in den Topf. Ganz wichtig: alles ist sauheiß!! Also Vorsicht walten lassen! Den Topf aus dem Ofen nehmen und ausmehlen. Das Mehl wird direkt braun werden und evtl. auch etwas qualmen, das macht aber nichts. Den Teig aus der Schüssel in den Topf geben. Hier gibt’s jetzt mehrere Techniken; weil der Topf so heiß ist lasse ich den Teig einfach aus der Schüssel in den Topf gleiten, mit gebührendem, respektvollen Abstand (der Topf ist sauheiß, erwähnte ich das schon?). Optimalerweise kommt dabei die Naht, die durch das Falten entstanden ist, oben zu liegen. Den Deckel wieder auf den Topf (Achtung: sauheiß!) und alles für 30 Minuten in den Ofen, dabei nicht zwischendurch öffnen, sonst geht das Mikroklima im Topf kaputt. Nach den 30 Minuten die Temperatur auf 150°C drehen und den Deckel des Topf (sauheiß!) herunternehmen (dabei die Ofentür nicht zu lange aufstehen lassen). Das Brot für ca. weitere 15 Minuten backen und schließlich zum Klopftest herausnehmen: auf die Unterseite klopfen; klingt es hohl, ist es fertig.
Nochmal wichtig: dem Brot jetzt mind. 1 Stunde Zeit geben, auch wenn es noch so verführerisch duftet.
Ich empfehle für den ersten Laib einfach nur frische Butter, und wer mag etwas Salz
.

Wir haben das Rezept übrigens problemlos auch mit der doppelten Menge getestet. Beim Wasser dann aber 2-4 Esslöffel weg lassen.
[all; saarl.]
Leer, vergriffen, aufgebraucht, geleert (z. B. “de Lyoner is all”), auch: geschafft, entkräftet (“isch bin bums all”), nicht: Weltall. Für alle (z. B. alle Kinder) – siehe allegaa
So konnte man durchaus am Ostermontag um ca. 18:03 Uhr unseren Zustand bezeichnen: all. Etwas verständlicher ausgedrückt würde man vielleicht “platt” wählen, ob des Ostermarathons, der hinter uns lag. Und es war große klasse! Die Familie war da und wir hatten 2½ Tage richtig Spaß hier in der Bude. Inkl. Dombesteigung, meinem ersten (und voraussichtlich letzten) katholischen Osternachtsgottesdienst (ich bin evangelisch) – und natürlich Sauerbraten (verflucht war der lecker!!) sowie anderen Köstlichkeiten.
Leider habe ich es am Samstag nach der Besteigung des Frankfurter Dom (318 Stufen) nicht mehr geschafft, Bilder zu machen (“isch war bums all”), und das obwohl die Aussicht fantastisch war. Aber immerhin liegen vom anschließenden, sehr erfrischenden und sehr erheiternden “Sauergespritzten” Beweisfotos vor
. Es war sowieso lecker: wir waren beim Dax, welchen ich hiermit gerne empfehlen möchte. Das essen war gut und der Bembel gut gefüllt
.

P.S.: Ja, dieser Beitrag hat’s dann doch geschafft, sowohl hessisch als auch gaumenerregend zu sein.
Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich vermuten, dass die EU gerade auf Teufel komm raus versucht sich selbst abzuschaffen! Folgendes hat das Law Enforcement Working Party (LEWP), ein Arbeitsgremium des EU-Ministerrates offenbar durchaus ernst gemeint in seiner Tagung am 17.02.2011 diskutiert:
8. Cybercrime
The Presidency of the LEWP presented its intention to propose concrete measures towards creating a single secure European cyberspace with a certain “virtual Schengen border” and “virtual access points” whereby the Internet Service Providers (ISP) would block illicit contents on the basis of the EU “black-list”. Delegations were also informed that a conference on cyber-crime would be held in Budapest on 12-13 April 2011.8. Computerkriminalität
Der Vorsitzende der LEWP präsentierte seine Absicht, konkrete Maßnahmen in Richtung Erstellung eines abgeschlossenen, sicheren EU-Internets vorzuschlagen, mit “virtueller Schengen-Grenze” und “virtuellen Grenzübergängen”, in welchem die Zugangsanbieter (ISP) gesetzwidrige Inhalte auf Basis der schwarzen Liste der EU blockieren sollen. [...]
Mir fehlen dazu jetzt, ehrlich gesagt, die Worte. Das mag sich für den Einen oder Anderen im ersten Augenblick sogar noch ganz gut anhören, aber das geht in eine Richtung, die uns auf eine Stufe stellen würde mit den Netzsperren, wie sie zur Zeit in China vorherrschen. Das betrifft dann nicht nur mehr Kinderpornos oder die in den Startlöchern stehenden Verbote für Gewaltspiele oder andere Netzsperren für ungeliebte Themen oder Inhalte. Da wird man plötzlich aufpassen müssen, den Begriff “Bulli” nicht im falschen Kontext zu gebrauchen – könnte plötzlich Markenrechtsverletzung sein: gesetzwidrig – weg. Ich bin zum einen Fassungslos darüber, dass so etwas überhaupt diskutiert wird und zum anderen darüber, dass im europäischen Parlament (bzw. im Ministerrat) offenbar Herren und/oder Damen sitzen, die – scheinbar – wirklich keine Ahnung von dem haben, was sie da von sich geben.
Ich kann mir nicht vorstellen, wirklich nicht vorstellen, dass das tatsächlich ernst gemeint sein soll? Wie kann man sich so etwas nur ausdenken!?
via lawblog
Nachtrag: Ich habe den ursprünglich geschriebenen Text geändert und dadurch, sagen wir, entschärft. Denn ich habe, nicht zuletzt durch eine Diskussion zu diesem Beitrag, erkannt, dass ich mich im Ton und im Wort vergriffen habe. Das Thema regt mich nach wie vor sehr auf, trotzdem sollte man sich immer bewusst sein, was man schreibt, und wen man damit angeht.

…die Namensinhaberin und -bereitstellerin schmückt den Wohnbereich mit Blumen